Jahre, ach was – Jahrzehnte haben wir die Natur ausgebeutet oder im besten Falle ignoriert, unsere Reifen auf Autobahnen abgefahren, durch den kühnen Flug von Zentraleuropa in den Norden der britischen Insel unseren Teil an der Kerosinsünde auf uns genommen, Plastikmüll in die falsche Tonne gestopft und uns durch Fehlernährung mit Produkten aus Kuh und Kalb an der durch methanhaltige Rindviehabgase getriggerten Klimakatastrophe mit schuldig gemacht – aber nun reicht es der Natur! Sie schlägt zurück, mit Waffen, die perfider sich kein Endzeitromanautor ausdenken kann.
Einen Tag lang war ich nicht Teil der Zivilisation, war abgeschnitten von den Informationsströmen und Einkaufssegnungen, wie sie nur das Internet bereithält. Und als wäre das nicht genug, konnte ich auch keine Telefonate auf meinem Festnetztelefon führen. Aus, nicht mit dabei, kein Web-Bürger, nicht mehr am Puls der Zeit. Das mobile Internet auf Smartphone und Tablet schien nur ein schaler Ersatz, weil auch der Fernseher bei mir inzwischen aus dem Internet gespeist wird. Noch nicht mal die Glotze konnte trösten …
Der Servicetechniker gab sein Bestes, sprintete mit Werkzeugkoffer und beeindruckendem Messinstrumentarium vom Keller zum Dach und zurück, ums Haus zum Anschlusskasten, von da ins Arbeitszimmer und wieder in den Keller. Nebenher murmelte er kryptische Sätze vor sich hin, die trotz meiner Technik- und Internetaffinität für mich wie ein altägyptischer Dialekt klangen.
Den Fehler gefunden hab dann trotzdem ich, als mein umherschweifender Blick bei einem der Abstecher in den Keller auf das in der Außenleibung des Kellerfenster freiliegende Telefonkabel fiel. DURCHGEBISSEN! Von einer MAUS, denn etwas Größeres hätte nie und nimmer durch den Rost der Lichtschachtabdeckung vor dem Kellerfenster gepasst. Wenn das der Auftakt zu einem Generalangriff der Natur sein sollte, können wir uns frisch machen. Denn sie wird uns an unserer allerempfindlichsten Stelle treffen: an unserer Fähigkeit, elektronisch zu kommunizieren. Ob sich das für die Natur am Ende lohnt, hängt allerdings davon ab, wieviele Opfer zu bringen sie bereit sein wird. Denn die kabelsabotierende Maus hat den Angriff nicht überlebt; möglicherweise hat ihr der in der Leitung umhervagabundierende Strom den Garaus gemacht.
Die Maus ist beerdigt, die Telekom verbindet mich wieder mit der Welt und ich lasse euch an dieser außerordentlichen Wichtigkeit teilhaben. Gebt Acht, die Natur ist bereit und in der Lage, uns heftig in Verlegenheit zu bringen! Und es werden keine Sintfluten oder Heuschreckenplagen sein, sondern mit Mäusen wird es anfangen!
Freitag, 21. September 2012
Montag, 10. September 2012
Homepage wieder online nach Komplettumbau
Als nach einem Hackerangriff (ein sogenannter htaccess-Hack) meine Seite www.stephangraumann.de in ein offensichtlich russischsprachiges Nirvana umgleitet wurde, nach den Reparaturversuchen die Menüs nicht mehr funktionierten und das Layout eher einer billigen Werbezeitung glich – und ich über kein aktuelles Backup verfügte (ja, ja, jeder Kommentar erübrigt sich
), habe ich mich entschlossen, die Seite komplett neu aufzusetzen und gleich ein Update auf die neueste Joomla-Version zu machen.
), habe ich mich entschlossen, die Seite komplett neu aufzusetzen und gleich ein Update auf die neueste Joomla-Version zu machen.
Hier ist nun das Ergebnis. Meine Absicht war es, die Seite so schlicht und einfach wie möglich zu machen. Keine tief verschachtelten Menüstrukturen, der Inhalt mit so wenig wie möglich Mausklicks zu erreichen und das Layout geradlinig und ohne viel Spielerei. Ich hoffe, damit meinen Besuchern das Erleben meiner Seite so angenehm wie möglich zu machen.
Noch ist nicht alles Geplante auch umgesetzt. Der Bereich für angemeldete Benutzer (zum Download der Lieder aus den Konzerten der Liedertreffen zum Beispiel) ist noch nicht online und auch ein Unterpunkt bei “Musik” fehlt noch: der Menüpunkt “CD” wird in nächster Zeit hinzukommen, denn tatsächlich hat nach diversen symbolischen Tritten vor meine Schienbeine mein CD-Projekt wieder Fahrt aufgenommen und ich hoffe, sie noch vor Jahresende präsentieren zu können.
Auch im Blog wird sich wieder mehr tun. Den habe ich vereinfacht und schreibe nicht mehr in zig Kategorien und Neuigkeits-Abteilungen sondern nur unter der Überschrift “Was ich noch zu sagen hätte” meinen Kommentar zum Zustand der Welt (wie ich sie sehe) und was es Neues gibt auf der Seite sowie von Haus, Hof und unterwegs
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Seid herzlich eingeladen, euch hier umzusehen und Anmerkungen zu euren Eindrücken im Gästebuch zu machen
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www.stephangraumann.de
Dienstag, 8. Mai 2012
Benefizkonzert
Ich darf über mein nächstes Konzert informieren, das als Benefizkonzert wieder einem guten Zweck dienen soll:
Alle, die in der Nähe sind sowie Zeit und Lust haben, sind herzlich eingeladen :-) ! Wer schon um 15:00 am Ort des Geschehens (Gutenberg bei Halle, Kirche) ist, kann sich auch noch mit Kaffee und Kuchen stärken.
So kulinarisch und kulturell verwöhnt wird es sicher ein Vergnügen sein, den Geldbeutel zu öffnen. Weitere Informationen auch unter www.gutenberger-kulturverein.de
Alle, die in der Nähe sind sowie Zeit und Lust haben, sind herzlich eingeladen :-) ! Wer schon um 15:00 am Ort des Geschehens (Gutenberg bei Halle, Kirche) ist, kann sich auch noch mit Kaffee und Kuchen stärken.
So kulinarisch und kulturell verwöhnt wird es sicher ein Vergnügen sein, den Geldbeutel zu öffnen. Weitere Informationen auch unter www.gutenberger-kulturverein.de
Sonntag, 5. Februar 2012
Not und Gefahr
Es hat eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, was mich an dem Auto vor mir irritierte. Es war ein Aufkleber auf der Heckscheibe mit der Aufschrift: “Die Feuerwehr – Dein Partner in Not und Gefahr.” Ähnliche Slogans fielen mir ein, denen zu entgehen aufgrund ihrer Omnipräsenz in allen Arten von Medien – von der Fernsehwerbung bis zur Einkaufstüte – schlicht unmöglich ist: “Ihr Partner in Sachen Einrichtung.”, “Ihr Partner für Heizung und Sanitär.”, “Ihr Partner beim Einkaufen” … Mal ganz abgesehen davon, dass mir marktschreierisch angepriesene Partnerschaft suspekt ist, vor allem, wenn sie mir zu sagen scheint, dass ich ohne ihre phantastischen Produkte und Dienstleistungen einfach nicht mehr vernünftig leben könne – was die Feuerwehr angeht, erwarte ich alles andere als einen Partner! Wenn’s brennt, der Keller unter Wasser steht, ein umgestürzter Baum mein Auto zertrümmert hat oder ich in selbigem nach einem Unfall eingeklemmt bin, dann brauche ich Retter, Helfer, Beistand … aber keine Partner!! Dann will ich mich darauf verlassen können, nicht meinerseits irgendwie Partner sein zu müssen – dann will ich einfach nur gerettet werden!
Standort:
Götschetal, Deutschland
Samstag, 28. Januar 2012
Kurz-, Eil- und Wettermeldung
Keiner hat wirklich mehr damit gerechnet - die Jahreszeit hätte durchaus anonym in den Tiefen des Kalenders verschwinden können; aber nein, nun sagt sie uns doch ihren Namen: Winter! Wer hätte das gedacht ... Jetzt dürfen wir doch noch auf ein komplettes Jahr hoffen ;-)

Standort:
Götschetal, Deutschland
Sonntag, 22. Januar 2012
Umzug zu Google+
Die Tür zu Facebook ist zu und den Schlüssel habe ich weggeworfen. Google+ erscheint mir nüchterner, nicht so verspielt und plüschig (ihr Götter, ich bin NICHT der "Lächeln-Sammler" Nummer soundsoviel!!). Auch das Konzept der Timeline sagt mir nicht zu. Unendliche und ewige Erinnerung an mein Leben, eine Schattenkopie meines Offline-Lebens im Netz - möglicherweise ist das der Alzheimer-Selbsthilfegruppe von Nutzen, mein Drang zum Exhibitionismus ist dafür nicht groß genug. Und sogar, was die Kontrolle über die Sichtbarkeit meiner Einträge, Fotos usw. angeht, erscheint mir Google+ momentan tansparenter, einfacher und sicherer. Das kann natürlich auch ein bisschen euphorische Verblendung sein :-D
Ich bin neugierig, wie es sich hier entwickeln wird. Zu guter Letzt bleibt mir immer noch meine eigene Website, um die Welt von mir wissen zu lassen. Aber das Prinzip der Vernetzung auf den sozialen Plattformen gefällt mir gut und ich kann viele Leute gleichzeitig erreichen, ohne dass diese sich explizit zu mir bemühen müssen. Daher hoffe ich, dass Google sich weiter wohltuend vom Gesichtsbuch unterscheiden wird und ich nicht so bald wieder das Bedürfnis haben werde, umzuziehen.
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